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Während die Welt da draußen noch feiert oder sich bereits von den Feierlichkeiten erholt, werfen wir an Neujahr nach dem Frühstück die Maschine an und verlassen Französisch Guyana. Kurs: Tobago! Es sollte der schnellste Törnabschnitt unserer bisherigen Reise werden mit einem Etmal von 160 Seemeilen. Ja, der Guyana-Strom hat geholfen, aber auch der Wind war prächtig und Santana hatte ebenso Sehnsucht nach dem Meer wie wir nach 4 Wochen in Südamerika.

Und so rasten wir in 4 Tagen nur so dahin und landeten am 5. Januar im Paradies: Tobago!

Nach einer Nacht im Süden war schnell klar: wir wollen in die Pirates Bay nach Charlottesville in den Norden dieser traumhaften Insel. Als wir im sauberen smaragdgrünen Wasser unseren Anker fallen ließen und dieser auf Anhieb hielt, wussten wir: hier wollen wir eigentlich nicht mehr weg! Um uns herum sattgrüne, liebliche Hügel, Pelikane im Tiefflug, eine Bucht und ein Sandstrand wie man sie sich nur wünschen kann: leer und geschützt.
Wir waren sofort im Karibikfeeling und uns konnte nichts und niemand mehr stressen. Auch die Einklarierung nahmen wir gelassen. Dank der Hilfe von Ted Sunshine (der Bruder von Sandy Beach 🙂 ging alles problemlos und die beiden Ladies vom Customs und der Immigration entpuppten sich als wahre Touristenführer.

In Charlotteville schien teilweise die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Menschen genossen das Leben, hatten immer Zeit für einen Schnack, waren interessiert, freundlich und hilfsbereit. Wir genossen den besten Thunfisch der bisherigen Reise und waren fasziniert von zwei so konzentrierten Fischern, die uns diesen tollen Fisch zuschnitten. Eine harte Arbeit für die beiden Pfundskerle!

Am Abend wurden wir zum Barbecue am Strand eingeladen – Getränke brachte jeder selber mit und natürlich versorgten wir auch die Crew dort gleich auch mit Bier und Wein. Wir tanzten bis in die Nacht am Strand und auf der Straße und waren beseelt von diesem Leben.

Tobago: wir kommen wieder!

Aber obwohl wir irgendwann schweren Herzens den Anker lichten mussten, hielt der Kummer nicht lange an, denn wir erreichten nach einem kurzen Overnight-Törn Union Island, eine Insel, die zu den Grenadines von St. Vincent gehört. Nach kurzer Hektik in Clifton und beim Einklarieren fanden wir auf der anderen Inselseite in der Chatham Bay schnell wieder unsere karibische Gelassenheit. Bei einem kleinen Landgang trafen wir dabei auf die Hütte von Mr. Pleasure, der mit zwei Freunden gerade dabei war, Netze zu flicken. Auch hier wurden wir gleich wieder herzlich empfangen, genossen leckeren Rhumpunch, den tollsten Lobster von Mr. Pleasures Frau und lauschten den Reggae-Songs eines begabten Mr.Pleasure bis Tief in die Nacht.

Bevor wir wieder nach Europa fuhren (also nach Martinique segelten), besuchten wir noch die Insel Bequia (gesprochen Back-Way) und fanden eine Bucht, deren Wasser so klar und Türkis war, dass wir unseren Anker meterweit vor uns auf dem Grund liegen sehen konnten. Wunderschön! Die Drohnenaufnahmen in dieser Bucht zeigen eine fliegende Santana, so sauber war hier das Wasser.

Wir haben den Blues, wenn wir an diesen tollen Karibikstart denken und freuen uns gleichzeitig auf mehr und wieder andere Orte und Inseln!

Wir können nur sagen: Ja Maaan! So kann es weitergehen!